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"Er sprach nun zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es sind wenig Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende!" (Lukas 10,2).
Der erste Punkt im Auftrag unseres Herrn an die siebzig Jünger ist die Wichtigkeit des Gebetes und der Fürbitte. Dies ist der Leitgedanke, mit dem unser Herr seine Rede eröffnete. Bevor er seinen Botschaftern sagt, was sie tun sollen, fordert er sie zuerst dazu auf, zu beten: "Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende" (Vers 2).
Das Gebet ist eines der besten und mächtigsten Mittel, mit denen man der Sache Christi in der Welt weiterhelfen kann. Es ist ein Mittel, das in der Reichweite all derer liegt, die den Geist der Sohnschaft haben. Nicht alle Gläubigen haben Geld, das sie für die Mission geben können. Sehr wenige haben große intellektuelle Gaben oder einen weit reichenden Einfluss unter den Menschen. Aber alle Gläubigen können für den Erfolg des Evangeliums bitten - und sie sollten täglich dafür beten. In der Bibel sind zu unserer Belehrung viele wunderbare Gebetserhörungen aufgezeichnet. "Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist" (Jak 5,16).
Das Gebet ist eine der wichtigsten Waffen, die der Diener des Evangeliums einsetzen sollte. Um ein wahrer Nachfolger der Apostel zu sein, muss er sich sowohl dem Gebet als auch dem Dienst des Evangeliums widmen (Apg 6,4). Er muss nicht nur das Schwert des Geistes benutzen, sondern auch allezeit mit allem Gebet und Flehen beten (Eph 6,17.18). Dies ist der Weg, wie man einen Segen für seinen Dienst erlangt. Dies ist vor allem der Weg, wie man Helfer für die Ausführung des Werkes Christi herbeibringt. Universitäten können Menschen ausbilden. Bischöfe können sie ordinieren. Schirmherren können ihnen den Lebensunterhalt gewähren. Aber nur Gott allein kann "Arbeiter" erwecken und aussenden, die das Werk unter den Seelen tun können. Lasst uns täglich für eine ständige Versorgung mit solchen Arbeitern beten.
J.C. Ryle
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