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"Aber auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge" (Lk 12,7).
Das ... was ... unsere Aufmerksamkeit verlangt, ist die Ermutigung, die Christus an verfolgte Gläubige errichtet. Er erinnert sie an Gottes gnädige Fürsorge auch für die geringsten seiner Geschöpfe: "Verkauft man nicht fünf Sperlinge um zwei Groschen? Und nicht ein einziger von ihnen ist vor Gott vergessen" (Vers 6). Er versichert ihnen weiterhin, dass dieselbe väterliche Fürsorge sich für jeden einzelnen von ihnen einsetzt: "Aber auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt" (Vers 7). Überhaupt gar nichts, weder Großes noch Kleines, kann einem Gläubigen ohne Gottes weise Anordnung und Zulassung widerfahren.
Die Regierung, die Gott in seiner Vorsehung über alles in dieser Welt ausübt, ist eine Wahrheit, von welcher die griechischen und römischen Philosophen keine Vorstellung hatten. Sie ist eine Wahrheit, die uns ganz speziell im Wort Gottes geoffenbart worden ist. Ebenso wie das Fernrohr und das Mikroskop uns zeigen, dass hinter allen Werken der Hand Gottes, vom größten Planeten bis hin zum kleinsten Insekt, eine weise Ordnung und ein weiser Plan stehen, so lehrt uns die Bibel auch, dass seine Weisheit, Ordnung und sein Plan hinter allen Ereignissen unseres täglichen Lebens stehen. So etwas wie "Zufall", "Glück" oder "Einzelfall" gibt es auf der Reise des Christen durch diese Welt nicht. Alles ist von Gott angeordnet und festgelegt. Und alles muss dem Gläubigen zum Guten mitwirken (Röm 8,28).
Wenn wir bekennen, an den Herrn Jesus zu glauben, dann lasst uns danach trachten, fortwährend Gottes Hand in allem zu sehen, was uns widerfährt. Lasst uns stets bestrebt sein zu erkennen, dass seine Vaterhand uns unser tägliches Maß zumisst und dass unsere Schritte von ihm gelenkt worden sind. Ein täglicher praktischer Glaube dieser Art ist ein großes Geheimnis der Gottseligkeit und ein gewaltiges Gegenmittel gegen Murren und Unzufriedenheit. Wir sollten versuchen, in den Tagen der Erprobung und Enttäuschung zu empfinden, dass alles recht nach seinem Willen geschieht und dass der Herr alles wohl macht. Wir sollten versuchen, auf dem Krankenbett zu empfinden, dass unser Los uns notwendigerweise so zufallen muss. Wir sollten uns sagen: "Gott könnte diese Dinge von mir fernhalten, wenn er es für gut und richtig hielte. Aber er tut es nicht, und deshalb müssen sie zu meinem Nutzen sein. Ich werde still daliegen und es geduldig hinnehmen. Ich weiß, "er hat einen ewigen Bund mit mir gemacht, in allem wohl geordnet und verwahrt" (2.Sam 23,5; Luther LBN). Was Gott wohlgefällt, wird auch mir wohlgefallen."
J.C. Ryle
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